Clickern beim Hund, aber richtig!

Clickertraining

 

Was ist Clickertraining?

 

Du weißt ja, dass die Hundeerziehung am besten funktioniert, wenn du konsequent und liebevoll bist. Clickertraining für Hunde ist eine positive und effektive Methode, um Hunden neue Verhaltensweisen, Kommandos oder Tricks beizubringen oder bereits erlernte Verhaltensweisen zu verstärken. Beim Clickertraining verwendest du ein kleines Gerät namens Clicker, sobald dein Hund das gewünschte Verhalten zeigt. Das sagt deinem Hund, dass er etwas richtig gemacht hat. Der Click markiert das Verhalten im richtigen Moment und das ist wohl der größte Vorteil beim Clickertraining.

Beim Clickertraining wird keine Bestrafung in welcher Form auch immer verwendet, sondern nur positive Verstärkung in Form von Belohnungen. Diese positive Lernerfahrung für den Hund stärkt die Bindung zwischen Hund und Besitzer und eignet sich deshalb schon für die Welpenerziehung, bevor er in die Pubertät kommt.

Du weißt nicht, was in deinem Hund steckt, bevor du es nicht mit Clickern versucht hast!

Mit Clickertraining kannst du unerwünschtes Verhalten abgewöhnen, sei es Hochspringen an Menschen oder kläffend zur Tür rennen, sobald es klingelt. Du kannst dem Welpen schneller beibringen, stubenrein zu werden und Kommandos und Tricks aller Art zu begreifen.

Mit Clickern wird dein Hund geistig gefordert, es kann helfen, selbstbewusster und weniger ängstlich zu werden.

 

Beim Clickertraining für Hunde gehst du folgendermaßen vor:

 

1. Verstehen, was das Klickgeräusch bedeutet:

Der Hund wird zunächst darauf trainiert, das Geräusch des Clickers mit einer Belohnung zu verbinden. Man holt den Hund zu sich, hält Clicker in einer Hand, hat die Belohnung schon in der zweiten Hand (damit die Belohnung sofort auf den Klick folgen kann und man nicht erst nach dem Leckerli sucht) und dann: Klick – Leckerli. Damit dem Hund dieser Zusammenhang klar wird, muss in dieser ersten Phase die Belohnung sofort auf den Klick folgen. Sofort heißt innerhalb einer halben bis 1 Sekunde!

Nach 7- bis 10 Mal sollte der Hund verstanden haben. Übe am besten 2 Tage lang 2 x pro Tag 7 – 10 Wiederholungen bevor du zu Schritt 2 gehst:

 

 2. Verhaltensaufbau:

Nachdem der Hund den Zusammenhang zwischen dem Clicker und der Belohnung verstanden hat (und erst dann!), kann man beginnen, Verhaltensweisen zu trainieren, die man verstärken möchte. Wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt, wird der Clicker geklickt, und der Hund erhält eine Belohnung. Dies hilft dem Hund zu verstehen, welches Verhalten belohnt wird.

 

3. Verstärkung und Wiederholung:

Der Hund wird durch das Clickertraining motiviert, das gewünschte Verhalten wiederholt zu zeigen, um weitere Belohnungen zu erhalten. Mit der Zeit wird das Verhalten stärker und häufiger gezeigt.

 

Was ist also der Unterschied bzw. Vorteil gegenüber einem normalen Training durch Belohnung ?

 

Der große Vorteil beim Clickertraining liegt in der Geschwindigkeit, also der punktgenauen Bestätigung, dem perfekten Timing. Der Hund weiß, dass er in dem Moment etwas richtig gemacht hat, wenn das Klickgeräusch da ist. Das Leckerli holt er sich dann ab.

Clickerbox

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Anleitung plus Klicker. Für sofortigen Trainingsbeginn!

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Hier sind einige Fehler, die man beim Clickern vermeiden sollte:

1. Zu spät oder zu früh klicken:

Wenn man den Clicker zu spät oder zu früh klickt, kann dies dazu führen, dass der Hund das falsche Verhalten oder eine falsche Bewegung belohnt. Es ist wichtig, den Clicker genau im Moment des gewünschten Verhaltens oder der gewünschten Bewegung zu klicken.

2. Nicht konsequent sein:

Es ist wichtig, das Clickertraining konsequent durchzuführen, um dem Hund zu helfen, das gewünschte Verhalten zu lernen. Wenn man das Training unregelmäßig durchführt, kann dies den Lernprozess des Hundes verlangsamen.

3. Belohnungen zurückhalten:

Es ist wichtig, den Hund nach jedem Klick mit einer Belohnung zu verstärken. Wenn man die Belohnung zurückhält oder zu lange damit wartet, kann der Hund verwirrt oder frustriert werden.

4. Zu viel Druck ausüben:

Es ist wichtig, das Clickertraining auf eine positive und freundliche Art und Weise durchzuführen. Wenn man zu viel Druck auf den Hund ausübt oder ungeduldig wird, kann dies das Vertrauen des Hundes beeinträchtigen und den Lernprozess beeinträchtigen.

5. Falsche Erwartungen haben:

Das Clickertraining ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und dem Hund Zeit zu geben, das gewünschte Verhalten zu lernen.

Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Hund ein individuelles Lernverhalten hat. Man sollte immer auf die Bedürfnisse und das Verhalten des Hundes achten und das Training entsprechend anpassen.

 

Es gibt viele Bücher über das Clickertraining, die von erfahrenen Hundetrainern und Clickertrainern geschrieben wurden.

Hier sind einige Empfehlungen:

  1. „Positiv Bestärken, sanft erziehen“ von Karen Pryor: Dieses Buch gilt als eines der grundlegenden Werke über das Clickertraining. Karen Pryor ist eine Pionierin des Clickertrainings und beschreibt in diesem Buch anschaulich, wie das Training funktioniert und wie man es anwendet.
  2. „Clickertraining leicht gemacht“ von Viviane Theby: Dieses Buch ist besonders für Anfänger geeignet und beschreibt, wie man das Clickertraining Schritt für Schritt anwendet. Es bietet auch viele praktische Übungen und Tipps.
  3. „Hunde-Clickertraining: So klappt der Trick mit dem Click“:  Die erfahrene Hundetrainerin Katharina Schlegl-Kofler gibt Ihnen in diesem GU Tierratgeber Hunde-Clickertraining eine genaue Anleitung mit praktischen Übungen fürs Clickern. Zahlreiche Tipps helfen, Fehler von Anfang an zu vermeiden und das Training für Hund und Mensch gleichermaßen spannend zu gestalten. Als Extra gibt’s die GU Heimtier Plus-App. Damit wird der Tierratgeber interaktiv und hält weitere interessante Zusatzinfos und Bilder bereit.
  4. „Das Kosmos Clickertraining: So geht’s“ von Sonja Schmid: Dieses Buch richtet sich an fortgeschrittene Clickertrainer und beschreibt, wie man das Training noch weiter verbessern und verfeinern kann. Es enthält viele fortgeschrittene Übungen und Techniken.

 

 

Wie oft und wie lange soll ich trainieren?

Die Dauer und Häufigkeit des Clickertrainings hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem Alter, der Rasse, dem Temperament und dem Trainingsstand des Hundes sowie den Zielen des Trainings. Hier sind einige allgemeine Richtlinien:

1. Trainingsdauer:

Die Trainingseinheiten sollten nicht zu lange sein, da Hunde schnell müde werden und sich schnell langweilen können. In der Regel sind Trainingseinheiten von 5 bis 15 Minuten ideal, je nachdem wie gut der Hund konzentriert bleibt und wie anstrengend das Training ist.

2. Trainingshäufigkeit:

Es ist besser, regelmäßig und kurz zu trainieren, anstatt einmal pro Woche eine lange Trainingseinheit abzuhalten. Tägliche Trainingseinheiten von 5 bis 15 Minuten können helfen, das Gelernte zu festigen und den Fortschritt des Hundes zu beschleunigen.

3. Pausen:

Pausen sind während des Trainings wichtig, um dem Hund Zeit zum Nachdenken und Verarbeiten des Gelernten zu geben. Mach also kurze Pausen während der Trainingseinheit, damit der Hund genügend Zeit zum Entspannen und Erholen hat.

4. Für Profis:

Wenn der Hund bereits fortgeschrittene Fähigkeiten erlernt hat, können die Trainingseinheiten auch länger dauern und seltener stattfinden.

Je nach Bedürfnis und Lernfortschritt des Hundes passe das Training entsprechend an. Das Clickertraining muss dem Hund auch Spaß machen. Höre dann auf, wann’s am schönsten ist! Dann wird dein Partner auch beim nächsten Training voll Freude mitmachen.

 

Welche Leckerlis soll ich verwenden?

 Die Leckerlis müssen dem Hund sehr gut schmecken, sollen aber nicht zu groß sein. Gerade in der ersten Phase, wenn der Hund an den Clicker gewöhnt wird, werden ja Unmengen an Leckerlis verfüttert. Achte darauf, dass kein Zucker, künstliche Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe oder Getreide enthalten sind.

 

Welche Arten von Clickern werden angeboten?

1. Standard-Clicker:

Dies ist der am häufigsten verwendete Clicker beim Clickertraining. Er besteht aus einer Kunststoff- oder Metallbox mit einem Metallbügel, der auf einen Knopf gedrückt wird, um das Klickgeräusch zu erzeugen.

2. Finger-Clicker:

Dies ist ein kleiner Clicker, der auf dem Finger getragen wird. Der Finger-Clicker hat einen elastischen Riemen, der ihn am Finger hält, und eine Taste, die gedrückt wird, um das Klickgeräusch zu erzeugen.

3. Stift-Clicker:

Dies ist ein Clicker in der Form eines Stiftes, der auf Knopfdruck das Klickgeräusch erzeugt.

4. Armband-Clicker:

Dies ist ein Clicker, der am Handgelenk getragen wird. Er hat ein flexibles Armband, das an jede Handgröße angepasst werden kann und einen Knopf, der gedrückt wird, um das Klickgeräusch zu erzeugen.

Jeder dieser Clicker funktioniert gut für das Clickertraining von Hunden. Entscheidend ist nur, dass der Hund den Clicker mit einer Belohnung verbindet, unabhängig davon, welchen Typ von Clicker man verwendet.

Du könntest auch einen bestimmten Laut oder Wort verwenden, aber das ist nicht so ratsam, da du mit dem Clicker einfach schneller bist und sich deine Tonlage, Lautstärke und Aussprache je nach Stimmung verändert. Der Clicker ist objektiv und schnell.

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Zum Schluss noch ein Tipp:

Das Training mit dem Clicker ist sehr effizient und du wirst rasch Erfolge sehen. Aber: es ist ein Prozess, kein Wundermittel. Schau, dass ihr beide Spaß habt und plane genug Zeit für Wiederholung und Festigung ein. Überforderung führt zu Frust und schadet am Ende der Beziehung.

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