Herdenschutzhund vs. Hütehund 

Herdenschutzhund

 

Was Rassen dieser Hundekategorien gemeinsam haben: es sind Hunde 😊

Nein, sie haben noch andere Gemeinsamkeiten: sie wurden alle als Arbeitshunde in Verbindung mit der Haltung von Viehherden gezüchtet. Alle diese Hunde sind vom Charakter her sehr eigenständig.

Herdenschutzhunde

wurden dazu gezüchtet, Herden gegenüber jeglichen Fremden zu beschützen und zu verteidigen, wenn notwendig bis zum Blut, seien es andere Vierbeiner, Zweibeiner oder Gefahren aus der Luft. Herdenschutzhunde sind sehr wachsam und bellen, wenn sich Fremde ihrer Herde nähern. Die verschiedenen Rassen sind alle groß bis sehr groß und dementsprechend schwer und stark. Körperlich stark, aber auch mutig und entschlossen. Spätestens jetzt wird jedem klar sein, dass Herdenschutzhunde keine Teddybären sind, sondern starke eigenständige Persönlichkeiten, die gut sozialisiert und erzogen werden müssen. Gewaltfrei selbstverständlich, aber konsequent. Man hört oft von gefährlichen Herdenschutzhunden zum Beispiel auf Bauernhöfen, wo sie mehr oder weniger sich selbst überlassen sind, im Stall schlafen und fremde Menschen, die den Hof betreten, verbellen oder bedrohen. Es ist ja gut, wenn sie nachts Füchse vom Hühnerstall fernhalten, es ist aber nicht so gut, wenn sie den vorbeifahrenden Radfahrer an der Wade festhalten. Man sagt, dass Herdenschutzhunde sogar Wölfe und Luchse vertreiben. Aber leider auch fremde Menschen, die zu nahe an einer eingezäunten Herde vorbeigehen. Sie bellen laut und viel, sobald sie Gefahr wittern. Das ist auch ein Grund, warum Herdenschutzhunde als reine Arbeitstiere in unseren dicht besiedelten Gebieten oder Almen, wo Wanderwege vorbeigehen, nicht wirklich geeignet sind. Sie können aber tolle Familienhunde werden, wenn man sie richtig und von klein auf sozialisiert und erzieht. Nicht ausser Acht lassen darf man die Größe und die damit verbundenen Bedürfnisse so eines Hundes. Sie brauchen viel zu fressen und unbedingt ein Haus mit Garten.

Bekannte Herdenschutz-Hunderassen sind: Maremmen-Abruzzen-Schäferhund (Maremmano), Pyrenäen Berghund, Kaukasischer Owtscharka, Ungarischer Kuvasz und Kangal.

Der Kangal hat übrigens die höchste Beißkraft aller Hunderassen. 743 PSI (pounds per square inch – das sind 52,2329 kg pro Quadrat cm) zum Vergleich: ein Löwe hat eine Beißkraft von 691 PSI, ein Rottweiler 328 PSI und ein American Pit Bull Terrier 235 PSI. Der Mensch: 120 PSI.

Wenn du Probleme mit deinem Herdenschutzhund hast, kann ich dir  Mirjam Cordt empfehlen, die Expertin für Herdenschutzhunde im familiären Zusammenleben.

Klick auf das Bild und erhalte alle Infos zu ihrem Online-Kurs

Du und Dein Herdenschutzhund – glücklich verbunden.

Herdenschutzhund Kurs Banner

 

Hütehunde

wurden dazu gezüchtet, die Herde zusammenzutreiben, zusammenzuhalten und zu lenken. Sie sind sehr sportliche, wendige und intelligente Hunde, die in so manchen Ländern ihre Arbeit auf den Weiden verrichten. Bei uns werden sie gerne als sportliche Familienhunde gehalten, doch ihren Hütetrieb haben sie behalten. Sie sind perfekt für viele Hundesportarten geeignet, allen voran Agility, Obedience oder Canicross. Hunde dieser Rassen brauchen nicht nur körperliche Auslastung, sondern auch geistige.

Die bekanntesten Hütehunderassen sind der Border Collie, der deutsche Schäferhund, der Collie, der Australian Shepherd, Bearded Collie, Briard, Belgischer Schäferhund,  Bobtail und der kleine Welsh Corgi (die Queen von England hatte immer Corgis. Ca. 30 in ihrem Leben, die meisten davon der Rasse Welsh Corgi Pembroke)

welsh corgi pembrok

CS-Banner

Buchtipp!

Lerne die Veranlagung und Wesensart deines Hütehundes kennen und verstehe dadurch seine Bedürfnisse.

Hier ansehen ⇒

—— Diese Artikel könnten dich interessieren…